4. Kapitel

Justus

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Am nächsten Morgen ertappte ich mich dabei, wie ich nach meiner Nachbarin Ausschau hielt, während ich die erste Tasse Kaffee des Tages auf meiner Terrasse genoss. Vorsichtshalber blickte ich mich auch nach dieser gruseligen Katze um. Nicht, dass sie mich noch einmal zu Tode erschreckte.

In der Wohnung gegenüber war es derweil verdächtig ruhig, die Vorhänge waren geschlossen. Entweder war Jo nicht da, oder sie schlief noch. Okay, wie sie ihr Geld verdiente, wusste ich ja nun. Ich wünschte ihr, dass sie nicht alles auf die Kellner-Karte setzte, denn ich fand, sie war nicht besonders gut darin, Dinge zu balancieren. Zwar war nur eine Tasse Kaffee beinahe auf mir gelandet, aber den Salat hatte sie mir danach fast auf die Hose gekippt, wäre ich nicht so umsichtig gewesen, ihr den Teller direkt abzunehmen.

Nach einem gesunden Frühstück setzte ich mich an den Schreibtisch und fuhr mein Notebook hoch. Ich hatte super geschlafen und war guter Dinge. Nachdem ich meine Mails gecheckt hatte – in letzter Zeit war verdammt wenig Fanpost dabei, was wohl daran lag, dass ich schon seit Ewigkeiten nichts mehr veröffentlicht hatte – öffnete ich mein Schreibprogramm.

»Prolog«, tippte ich, dann zwei Leerzeilen.

Kaffee. Ich brauchte noch einen Kaffee. Mit einer hastigen Bewegung stand ich auf und besorgte mir Nachschub.

Gut, ich war soweit. Ich legte meine Finger auf die Tastatur, schaute noch einmal in mein Notizbuch, warf einen Blick auf den Plot, den ich mit Susanne erarbeitet hatte, und fing an.

Beziehungsweise, ich wollte anfangen. Aber wie zum Teufel fand man den Einstieg in eine verdammte romantische Komödie? Ich hatte nicht den Hauch Ahnung. Dabei fand ich, dass ich komisch sein konnte. Sehr sogar. Auf Partys waren meine Anekdoten immer der Renner, nur das hier war eine ganz andere Nummer.

Aller Anfang ist ... aussichtslos

Ganz langsam atmete ich ein und dann wieder aus. »Um sich auf einer Hochzeit alleine zu amüsieren, brauchte man nichts, als ein paar Drinks«, tippte ich.

Das war doch mal ein guter Anfang. Noch einmal las ich mir alles durch.

Das war doch der totale Mist. Diese Protagonistin klang wie eine Schnapsdrossel ohne Freunde. Ich löschte die Zeile.

»Also noch mal neu«, murmelte ich und nippte an meinem Kaffee.

»Hochzeiten hatten alle eins gemeinsam: Man verlor seine Freiheit.«

Scheiße. Auch nicht gut, denn mir kam eine Textzeile von Janis Joplin in den Sinn, in der es hieß, dass Freiheit nur ein anderes Wort dafür war, dass man nichts mehr zu verlieren hatte. Das wiedersprach sich – also weg damit!

»Der schönste Tag deines Lebens, sagten alle. Was am Ende blieb, war eine dicke Anwaltsrechnung und graue Haare.«

Nein, so auch nicht. Jeder Blödmann musste da heraushören, dass ich aus dem Nähkästchen plauderte und nicht die Gedanken meiner Protagonistin wiedergab.

Stöhnend rieb ich mir die Stirn. Wie zur Hölle sollte ich anfangen? Vielleicht doch nicht den Auftritt auf der Hochzeit, wo sie sich total danebenbenahm und mit dem Trauzeugen knutschte. Aber Sanne war so hingerissen gewesen, den Roman mit einer Szene zu beginnen, die gleich etwas Positives, Romantisch-rebellisches in sich trug. Ich hatte ihr zugestimmt, jetzt war ich mir da nicht mehr so sicher. Nein, im Gegenteil. Ich war mir sehr sicher, dass die Idee Mist war. Ich musste den kompletten Plot noch einmal umkrempeln.

Doch was sollte das bringen? Es ging nicht. Es ging einfach nicht. Nicht mal der Ortswechsel schien meine Schreibblockade auch nur ansatzweise auflösen zu können. Panik überfiel mich. Was, wenn ich nie mehr etwas schreiben konnte? Und warum zur Hölle hatte ich diesen scheiß Vertrag unterzeichnet?

Ja richtig, ich war total weggetreten gewesen, und nun saß ich in der Zwickmühle. Der Vorschuss war für Sofies großzügige Abfindung draufgegangen und vormachen musste ich mir auch nichts. Ich brauche einen neuen Bestseller, sonst war es Essig mit meinem Lebensstil. Dann konnte ich den einsneunundzwanzig Hinterschinken beim Discounter kaufen und nicht den guten Iberico aus dem Feinkostladen.

Die Vorstellung in naher Zukunft von Toast Hawaii, anstatt Pastrami-Panini leben zu müssen, ließ mich schaudern. Ich bekam kaum noch Luft, nicht nur, weil ich an mir selbst zweifelte. Ich musste raus aus diesen vier Wänden, ich brauchte Sauerstoff und Bewegung. Ich musste unter Menschen.

Genau, das würde ich tun. Ein Geistesblitz überkam mich. Ich schnappte mir mein kaffeebespritztes Notizbuch, meinen Füllfederhalter und meinen Rucksack, in dem ich meinen PC verschwinden ließ. Dann machte ich mich auf den Weg zum Café um die Ecke. Von dort aus hatte ich einen super Blick auf die Straße, ich würde meine erste Szene einfach dort spielen lassen. Das erstbeste, witzige, was ich beobachtete, würde ich aufschreiben und auf meine Protagonistin zuschneiden. Ich trank den letzten Schluck aus der Tasse und verzog das Gesicht. Igitt, kalter Kaffee war einfach widerlich.

Kurz darauf saß ich am gleichen Tisch wie am Vorabend, vor mir standen ein Stück Kirschkuchen mit Streuseln und ein Milchkaffee. Während ich langsam aß, schaute ich mich um. Hin und wieder fuhr ein Auto vorbei, eine Mutter schob einen Kinderwagen oder ein Grüppchen junger Leute zog vorüber und unterhielt sich lachend. Nichts Besonderes also.

Stinklangweilig.

So würde das nie etwas werden.

Ich musste zugeben, dass ich insgeheim gehofft hatte, dass Jo von gegenüber heute wieder arbeitete, bei ihr war ich mir sicher, dass sie sich garantiert wieder irgendwas geleistet hätte, etwas man nur als saukomisch hätte bezeichnen können.

Hätte, hätte ... den Spruch kannten wir alle. Sie war aber nicht da. Stattdessen war ich von einem jungen Mann, den ich auf Mitte zwanzig schätzte, bedient worden. Er hatte alles richtig gemacht und war dann wieder im Café verschwunden. So viel dazu.

(Un)Willkommene Ablenkung

Das Bimmeln meines Telefons ließ mich aufschrecken. »Hallo?«, beantwortete ich.

»Ah, Justus-Schätzchen«, hörte ich meine Lektorin Sanne am anderen Ende. Ich presste meine Lippen zusammen. Sie wollte garantiert fragen, wie es lief.

»Wie läuft es denn so?«

So vorhersehbar ... Ich atmete hörbar aus. »Na ja«, fing ich an. »Ich war ja noch dabei, mich hier einzurichten ...«

»Du bist doch schon seit ein paar Tagen dort? War die Wohnung nicht möbliert?«

»Ja, das schon. Aber man braucht halt ein bisschen, bis man sich auch in der Umgebung zurechtfindet, alles an seinem Platz ist, wie man es haben will.«

»Justus«, unterbrach sie mich. »Erzähl keinen Unsinn. Du hast die Wohnung für drei Monate gemietet. Da musst du keine Dübel in die Wand schlagen und dich mit den Nachbarn über die Kehrwoche austauschen.«

Ich machte große Augen. »Wie bitte?«

»Glaubst du ich weiß nicht, dass dir das Thema Schwierigkeiten bereitet?«

»Tja, warum lasst ihr es mich dann schreiben?«

»Weil du es kannst. Es ist an der Zeit für dich, mal etwas Neues zu probieren. Deine Leser wünschen es sich von dir.«

Mein Gott, jetzt fing sie wieder mit der Leier an. Mein kreatives Werk war doch kein Wunschkonzert. Man sagte einem Maler von Neo Rauchs Kaliber doch auch nicht, dass er sich mal an Kaligraphie für Hochzeitskarten probieren sollte.

»Und«, fuhr sie fort, »seien wir doch mal ehrlich. Dein Ermittlerduo ist ein bisschen in die Jahre gekommen, im Grunde will sowas doch niemand mehr lesen. Immer das Gleiche. Insel-Thriller kann doch jeder. Eine gute romantische Komödie aber nicht.«

Ich schloss die Augen und legte mir eine Hand an die Stirn. »Schön«, sagte ich.

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»Also, wo drückt der Schuh?«

»Ich hatte den Prolog schon fast fertig«, log ich, »Als ich gemerkt habe, dass das mit der Hochzeit sich falsch angefühlt hat.«

»Es hat sich falsch angefühlt?«, wiederholte sie in einem Tonfall, der mir klarmachte, dass sie mir kein Wort davon abnahm. Schlimmer noch, es klang durch, dass sie mich für verzogen und launisch hielt.

»So ist es. Ich muss den ganzen Plot noch mal überdenken.«

»Justus!«, schnappte sie. »Du hast eine Deadline und die ist in zweieinhalb Monaten. Muss ich dich daran erinnern, dass wir normalerweise mit einem Jahr Vorlauf zur Veröffentlichung arbeiten? Das ist ein absolutes Entgegenkommen, weil du einen großen Namen hast. Und selbst da – damit verrate ich dir bestimmt kein Geheimnis – haben ein paar Leute aus der Verlagsleitung erhebliche Bauchschmerzen. Himmel, wir kündigen das Buch an, die Werbemaschinerie läuft auf Hochtouren. Es kann vorbestellt werden. Und du willst den Plot umwerfen?« Eine Standpauke wie maßgeschneidert für einen Grundschüler.

»Glaub mir, das habe ich nicht vergessen«, presste ich mühsam beherrscht hervor.

Zurück auf Anfang?

»Und wie stellst du dir das vor? Wenn du jetzt den Plot noch einmal umwirfst, passt der Klappentext, den wir nach dem Plot geschrieben haben, nicht mehr. Damit werben wir doch schon. Cover, Titel, alles steht. Es fehlt nur noch der Text. Dein Text!« Ihre Stimme klang unnatürlich hoch. Ich konnte mir nahezu vorstellen, wie die kleine, füllige Frau an ihrem Schreibtisch saß und sich die Haare raufte. Ich mochte Sanne, sehr gerne sogar, aber gerade jetzt ging sie mir mit ihrer Drängelei gehörig auf die Nerven.

»Ich bin schon fast fertig mit dem neuen Plot«, setzte ich meinem Lügengerüst noch die Krone auf. »Das passt auch zum bestehenden Klappentext.«

»Ach«, war das Einzige, was sie von sich gab. Vermutlich fächelte sie sich gerade mit einem anderen Manuskript – von einem Autor, der nicht so viel Betreuung brauchte wie ich – Luft zu und war einem Herzinfarkt nahe. »Dann lass mal hören.«

Tja, ich sah die Kugel auf mich zufliegen und konnte den Treffer förmlich spüren. Ich war selbst schuld. In dem Moment entdeckte ich meine verrückte Nachbarin auf der anderen Straßenseite. Sie trug einen Rock mit einem Petticoat, darüber ein rotes Shirt und eine weiße Weste. Auf dem Kopf – was mich nicht weiter überraschte – prangte heute ein Fascinator mit Fliegenpilzen.

»Meine Protagonistin muss viel flippiger sein, sie hat einen Faible für seltsamen Kopfschmuck und lebt im Chaos.«

»M-mh«, machte Sanne.

Ich fing an zu schwitzen. »Äh, ja. Und sie hat eine Katze. Eine richtig hässliche Katze mit nur einem Auge.«

»Schön, und weiter?«

»Sie hat kein Auto, erledigt alles mit einem Fahrrad und rempelt damit ihren Traummann um.«

»Sehr originell«, meinte Sanne wenig begeistert.

Ich sah, wie der Henkel von einer von Jos Tüten riss. Der gesamte Inhalt ergoss sich über den Gehweg, Äpfel, Orangen, Tomaten – sie hatte anscheinend den halben Obst- und Gemüsehändler leergekauft. Wer zur Hölle aß so viel Grünzeug?

»Pass auf, ich muss Schluss machen. Ich schicke dir bald die ersten Kapitel.«

Dann legte ich ohne ein weiteres Wort auf und lief über die Straße, um Jo zu helfen.

»Oh, hallo. Sie sind‘s«, sagte sie fröhlich. Alleine dafür hatte sie einen Orden verdient. Wären mir meine gesamten Einkäufe über das dreckige Trottoir gekullert, wäre ich nicht so gut gelaunt.

»Wie mir scheint, hatten Sie Pech mit der Tüte.«

Jo blickte zu mir auf, ihre rehbraunen Augen funkelten gar nicht mehr so vergnügt. »Sie sind ja ein grandioser Beobachter.«

»Wo wollen Sie mit so viel Gemüse und Obst hin? Machen Sie eine Saftkur?« Ich konnte mir die unverschämte Frage einfach nicht verkneifen. Die Frau hatte etwas an sich, das meine schlimmsten Seiten hervorkehrte.

Jo verdrehte die Augen. »Sicher nicht. Hier wohnen ein paar ältere Leute, für die gehe ich manchmal einkaufen.«

»Machen Sie das nebenberuflich?«

Jo guckte mich an, als ob sie mich am liebsten in eine Zwangsjacke stecken wollte. »Wow«, war alles, was sie sagte. Dann sammelte sie weiter das verlorene Obst und Gemüse ein.

»Kommen Sie, verraten Sie es mir.« Ich las zwei Äpfel auf und legte sie neben die noch intakten Tüten.

Smalltalk

»In Ihrer Welt macht man wahrscheinlich nichts ohne Gegenleistung, hm?« Die Missbilligung in ihrer melodischen Stimme war nicht zu überhören.

»Wie, dann gehen Sie für mehrere Leute einkaufen. Einfach so?«

Sie lachte humorlos. »Ja, einfach so. Kaum zu glauben, oder? Das sind nette Leute, die können teilweise nicht mehr so gut laufen. Ich breche mir doch keinen Zacken aus der Krone, wenn ich ein- oder zweimal in der Woche etwas für sie mitbringe.«

Ich runzelte die Stirn. »Das ist sehr, äh, nett von Ihnen.«

»Meine Güte, wollen Sie mich jetzt hier weiter volllabern, oder helfen Sie mir.«

Helfen. Ja, tatsächlich. Das wäre eine Möglichkeit. »Augenblick, ich hole eben meine Sachen. Dann gehe ich ihnen zur Hand.«

Sie neigte ihren Kopf und warf mir einen zweifelnden Blick zu. »Ehrlich?«

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»Ja, habe ich doch gesagt. Laufen Sie nicht weg.« Sie schüttelte ungläubig den Kopf und machte weiter. Ich lief zurück zum Café, legte einen Zehner auf den Tisch und raffte meine Sachen zusammen, ehe ich zu ihr zurückkehrte. Aus meinem Rucksack zog ich eine faltbare Einkaufstasche und fing an das Obst und Gemüse einzuräumen.

»Nee, oder?« Jo lachte und entblößte eine Reihe, gerader weißer Zähne.

»Was meinen Sie?«, gab ich ein wenig irritiert zurück.

»Sie haben eine Tragetasche in ihrem Laptop-Rucksack?«

Ich zuckte die Schultern. »Ja, was ist denn so seltsam daran? Besser als jedes Mal eine Tüte vom Supermarkt zu kaufen, die dann reißt.«

Jo richtete ihren Fligenpilz-Fascinator, der vielleicht geschmacklos, aber ebenso kunstvoll und filigran gearbeitet war die das Blumen-Schmetterlingsgebilde vom Vortag. »Tja, wo Sie recht haben. Sie sind sicher auch so ein Typ, der seine Handtücher nach dem Benutzen faltet.«

Ich fühlte mich ertappt. »Garantiert nicht.« Im Grunde war das von mir nicht mal eine Lüge, denn ich hatte es ja gestern wieder von der Stange genommen und nach dem Duschen heute Morgen, gar nicht erst aufgehängt, sondern direkt in die Waschmaschine gesteckt. Ich nutze Handtücher grundsätzlich nicht öfter als zwei Mal. Irgendwie hatte ich aber den Eindruck, dass ich ihr das besser nicht erzählte. Hohn und Spott von dieser Frau zu ernten, war das Letzte, was ich brauchte. Ich hatte keinen Bedarf, dass sie mich noch weiter so belustigt musterte wie jetzt.

»Na schön. Kommen Sie mit, dann lernen Sie auch gleich ein paar der Nachbarn kennen. Sie sind neu hier, oder?«

»Und Ihnen entgeht wohl gar nichts«, gab ich ruppig zurück. Dann hielt ich inne und sah sie an. »Wenn mich nicht alles täuscht, sind Sie doch am gleichen Tag eingezogen wie ich. Woher kennen Sie dann schon all die Nachbarn?«

»Ich habe vorher zwei Straßen weiter gewohnt und hier an der Straßenecke meinen Laden. Außerdem ...« Sie hob die Brauen und sah beziehungsreich hinüber zum Café. »Wie gesagt helfe ich hier öfter aus und kellnere nebenan. Da lernt man sich kennen. Außerdem finde ich sowieso, dass es besser ist, sich für seine Umwelt zu interessieren, als wie ein Einsiedler zu versauern. Stellen Sie sich mal vor, man stirbt und keiner merkt‘s.«

Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese verrückte Person sich schon wieder lustig über mich machte.

»Ich bin hierhergekommen, um etwas Ruhe zu haben. Dort wo ich lebe, ist so viel los, ständig kommt jemand vorbei und hält mich von der Arbeit ab.«

Sie warf mir einen Blick zu, der mir sagte, dass sie mir kein Wort davon abnahm. »Ach, und was arbeiten Sie? Immer wenn ich Sie sehe, trinken Sie entweder Kaffee, oder sehen der Welt in aller Seelenruhe beim älter werden zu.«

»Falls das bedeuten soll, dass ich nur herumsitze – tue ich nicht!«

»Was denn dann?«

Shit, mir wurde vor lauter Erklärungsnot schon wieder sehr heiß unter meinem Hemd. Eigentlich wollte ich hier inkognito arbeiten.

»Ah, ich sehe schon. Sie sind ein Geheimniskrämer. Na gut, geht mich ja auch gar nichts an. Wie heißen Sie eigentlich?«

»Justus«, antwortete ich wahrheitsgemäß. »Und Sie? Johanna? Josefina? Julia?«

»Jo ist die Kurzform von Johanna.«

Johanna. Ich ließ den Namen auf mich wirken und musterte sie von der Seite. Er passte zu ihr und ihren glänzenden, dunkelbraunen Haaren.

Der nächste Teil des Blogromans erscheint am Mittwoch, 18. April, um 18 Uhr!